Bei den Korbjägern in der Oberfrankenhalle

Schüler messen sich im Basketball

VON JÜRGEN SCHOTT 

Einmal dort selbst auf Korbjagd gehen, wo sonst die Profis spielen und trainieren – dieser Wunsch wurde jetzt für drei Bayreuther Basketball-Schulmannschaften des Jahrgangs 2011 und jünger Wirklichkeit. Denn sie spielten im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ nicht nur im Sportzentrum, sondern auch in der großen Oberfrankenhalle, der sportlichen Heimat des BBC Bayreuth

Die „Defense-, Defense“-Rufe einiger als Unterstützer in die Halle gekommener Mitschüler waren natürlich nicht zu vergleichen mit der in der Arena sonst ertönenden Anfeuerung für die ProA-Mannschaft, aber immerhin… „Die zweite Halbzeit habt ihr bisher gewonnen“, spornte der Coach die Spieler der Johannes-Kepler-Realschule (R2) im Duell mit dem favorisierten Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) an. Da waren nach hohem Rückstand gerade die erste vier Punkte gelungen; am Ende hieß es freilich 16:4 für die Truppe von Lehrer Tobias Albrecht.

Die hatte sich auch zum Auftakt gegen das Wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium (WWG) in der punktereichsten Partie dieses Nachmittags kurz vor den Faschingsferien durchgesetzt (27:21). Diese und zwei andere Begegnungen über zweimal zehn Minuten pfiff als Schiedsrichter übrigens Frankmills Acheampong, der Jugendleiter beim BBC Bayreuth.

So kam es zu einem echten Finale des MWG gegen das Graf-Münster-Gymnasium (GMG). Nach einem 17:2 gegen die R2 und dem 28:9 gegen das WWG ging die mit sechs Vereinsspielern besetzte Mannschaft von Markus Herrmannsdörfer als leichter Favorit ins Spiel.

„Deswegen haben sich meine Leute wohl auch selbst etwas zu viel Druck gemacht“, erklärte der Lehrer den missglückten Start in die letzte Partie (4:10). Das GMG holte auf, musste sich aber in dem äußerst spannenden Spiel schließlich mit 18:20 geschlagen geben. Die WWG-Gymnasiasten treffen nun auf Kulmbachs Vertreter und bestreiten im Erfolgsfall die Bezirksmeisterschaft. „Wir konnten die Konkurrenz hier vorher schlecht einschätzen, freuen uns natürlich nun sehr, dass wir Stadtmeister wurden“, sagte Tobias Albrecht. Im Spiel um Platz drei schlug das WWG die Kepler-Realschüler mit 26:9.

Frank Acheampong, die BBC-Cybex-Talents und die Schulen setzten übrigens ab 23. Februar die Idee einer Basketball-Grundschulliga in die Tat um. An vier Freitagen zwischen 13 und 16 Uhr werden dann immer sechs Teams (vier Spieler, bis zu acht Auswechselspieler) in der Albert-Schweitzer-Schule bzw. der Turnhalle am Roten Main aufeinandertreffen. Der Spaß und das Miteinander sollen in dieser Runde bis zum 10. Mai im Vordergrund stehen, heißt es in der entsprechenden Einladung. 

Erschienen im Nordbayerischen Kurier (hinter einer Paywall)